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Steve Jobs und seine 10 Regeln für eine erfolgreiche Präsentation!

Denkst du bei der Erstellung einer Präsentation darüber nach, wie du am besten deine Gedanken vermitteln kannst? Oder wie du die Aufmerksamkeit des Publikums gewinnst?

Wie kannst du die Menschen beeindrucken?

Es macht immer Sinn von den Profis zu lernen. Und von wem kann man mehr über erfolgreiche Präsentationen lernen als von Steve Jobs?  Jede seiner Produktpräsentationen war eine richtige Show.

Als Steve Jobs auf die Bühne ging, erstarrten alle. Kein Wunder, er verbrachte Stunden damit, sich auf jede Rede vorzubereiten. Er war ein absoluter Profi auf seinem Gebiet!

Werfen wir also einen Blick auf einige der geheimen Tricks einer erfolgreichen Präsentation von Steve Jobs!

Regel 1. Momente erschaffen, an die jeder sich erinnern wird

Studien zeigen, dass die Aufmerksamkeit einer Person sehr kurzfristig ist. Eine Person kann nur
10 Minuten am Stück aufmerksam zuhören! Um die Aufmerksamkeit für eine lange Zeit zu behalten,
muss man sein Publikum ständig überraschen.

Es ist für niemanden ein Geheimnis, dass es bei den Präsentationen von Steve Jobs solche Momente gab, die das gesamte Publikum auf Trab halten konnten. Diese Momente wurden gezielt kreiert und im Voraus durchdacht.

Er ergänzte sie mit seiner Präsentation und seinen Folien. Jede Präsentation war atemberaubend. Er begann seine Reden mit einem Satz, der sofort beeindruckte und sich dann logisch entwickelte.

Zum Beispiel begann er bei der MacBook Air-Präsentation mit den Worten:
„There is something in the air…“ Fertig. Die Aufmerksamkeit ist eingefangen, die Zuhörer sind fasziniert und neugierig.

Regel 2. Verwende die "Dreierregel"

Die Drei ist eine magische Zahl und hat in der Literatur, Naturwissenschaft, Mythologie und Religion eine ganz besondere Bedeutung.
Auch die klassische Erzählform und Dramentheorie basiert auf einer 3-Akten-Struktur. Es gibt unzählige Beispiele und Redewendungen in Verbindung mit dieser Zahl: „Drei Dinge braucht der Mann“, „drei Kreuze machen“, „drei Wünsche frei“ oder “Aller guten Dinge sind drei”.

So verwendete Steve Jobs diese Regel auch bei seinen Präsentationen.
Er wusste ganz genau, dass die meisten Menschen, nicht mehr als drei Dinge gleichzeitig wirklich gut verstehen und begreifen können.

Im Jahr 2007, stellte Jobs drei Produkte vor, die die Welt eroberten.
Das waren: MP3-Player, Telefon und Internet. Zusammen vereint in einem Device ergab sich das iPhone.

Beginne deshalb deine Rede mit der „Dreierregel“. Erstelle einen Plan, in dem du die wichtigsten Punkte und Thesen aufschreibst und im Laufe deiner Präsentation entwickelst. Auf diese Weise kannst du dich auf das konzentrieren, worüber du sprichst, und dein Publikum kann deinem Vortrag klar folgen.

Regel 3. Einfache und verständliche Zahlen

Es ist oft schwierig für den Betrachter, große Zahlen sofort wahrzunehmen und richtig einzuordnen.
Das Publikum ist während einer Präsentation häufig damit überfordert, den Sinn hinter großen und abstrakten Zahlen zu erkennen.

Mache deine Zahlen in der Präsentation zugänglicher. Übersetze sie in eine verständliche Sprache.

Bei der Einführung des iPod im Jahr 2001 erwähnte Steve Jobs, dass dieses Produkt 5 GB Speicher auf der Festplatte hat. Was heißt 5 GB Speicher? Wie präsentiere ich das? Ist das viel oder wenig?

Jobs sagte, dass dies für das Speichern von 1.000 Songs ausreicht. Das kann sofort jeder verstehen und nachvollziehen.

Außerdem liebte es Jobs zu beeindrucken. Dafür ist es bequem, Zahlen zu verwenden.
Zum Beispiel „Alle 3 Sekunden wird ein iPad verkauft“ oder „Mehr als eine Million verkaufte iPhones“. Nicht schlecht, oder?

Das Interessanteste ist, dass solche Zahlen sofort glaubhaft wirken. Niemand kann diese Zahlen in dem Moment überprüfen, sie erzeugt aber einen beeindruckenden und gewichtigen Effekt!

Noch ein kleiner Tipp. Hinterlasse keine Zahlen ohne Kommentar. Steve Jobs hat nicht immer nur erklärt und deutlich gezeigt, was diese oder jene Zahlen bedeuten, sondern auch wie sie die Zukunft des Unternehmens und der ganzen Welt beeinflussen werden.

Regel 4. Visuelle Gedanken

Das menschliche Gehirn erinnert sich nur an 10% der Informationen, die es gehört oder gelesen hat. 80% der Informationen werden durch Bilder wahrgenommen! Das ist viel mehr als die Hälfte.

Daher die Regel der erfolgreichen Präsentation №4: weniger Text! Verwenden Sie mehr Bilder.

Steve Jobs Präsentationen hatten sehr wenig bis gar keinen Text. Wenn es um die Popularität von iTunes weltweit ging, zeigte Jobs anstelle der Namen von 23 Ländern nur ihre Flaggen.

Regel 5. Twitter-freundliche und knackige Überschriften

Jobs hat immer ein Produkt mit nur einem kurzen Satz beschrieben, der für eine Twitter-Nachricht mit 140 Zeichen geeignet wäre.

Ein Beispiel: „das dünnste Notebook der Welt“ – MacBookAir-Präsentation.  Jobs glaubte, dass kurze, bissige Schlagzeilen viel besser funktionieren, als langwierige, verschwommene Erklärungen.

Entferne deshalb den Überschuss und lasse nur das Wesentliche übrig. Nur das, was sich in der Erinnerung deines Publikums einprägt.

Regel 6. Die Bühne teilen

Das Menschliche Gehirn wünscht Vielfalt und niemand, egal wie gut er ist, kann die Aufmerksamkeit des Publikums für eine lange Zeit halten.

Jobs Keynote-Reden, dauerten mehr als anderthalb Stunden und er schaffte es trotzdem, die volle Aufmerksamkeit des Publikums zu haben. Aber wie?

Das Geheimnis ist einfach – teile die Bühne mit anderen. Steve Jobs blieb selten allein auf der Bühne, seine Auftritte waren keine One-Man-Show.

Er wusste, wie er eine Bühne mit Partnern und Konsumenten teilen konnte.
Im Jahr 2008 stellte Jobs den Lead Designer Jonathan Yves vor, der das Publikum auf die neueste Apple MacBook Linie von Aluminium Laptops aufmerksam machte.

Mit Hilfe von Videoclips, Telefonanrufen und Gastrednern, schaffte er eine bunte Mischung und hat das Publikum in die Präsentation einbezogen.

Manchmal durften auch Zuschauer auf die Bühne kommen und die Produkte testen. Diese Technik funktionierte als sozialer Beweis.

Regel 7. Vorbereitung ist Alles

Jobs hat seine Präsentationen immer akribisch vorbereitet. Er trainierte stundenlang. Er dachte über die Rede nach, jede Bewegung auf der Bühne, jede Betonung, jede Intonation.

Er plante seine Präsentationen wie richtige Spielfilme:

  • Eine packende Geschichte
  • Helden und Bösewichte (Siehe Regel Nr. 9)
  • Spezialeffekte
  • Überraschungen

Daher Regel Nummer 7: Mach dich bereit für deine Präsentation. Probiere sie aus. Bereite Antworten auf mögliche Fragen vor und lasse deine Freunde und Verwandte deine Rede hören.

Manchmal fanden Jobs Mitarbeiter ihn alleine auf der Bühne. Er sprach vor der Präsentation in einem leeren Raum, so hat er sich auf die Präsentation mental vorbereitet.

Regel 8. Verkaufe Träume, keine Produkte

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass alle dein Produkt lieben werden, wenn du es selbst nicht bewunderst. Es gibt tausende von verschiedenen Mobiltelefonen und Smartphones auf dem Markt. Trotzdem bildet sich jedes Mal eine riesen Schlange, wenn ein neues iPhone auf den Markt kommt. Das ist kein Produkt mehr – es ist eine Art Traum!

„Leidenschaft, Enthusiasmus und Zielstrebigkeit in Bezug auf das eigentliche Produkt und darüber hinaus machten den Unterschied aus, der Jobs und Apple auszeichnete.“ – Carmine Gallo

Regel 9: Gegner und Feind vorstellen

In jeder Präsentation von Steve Jobs gibt es einen Bösewicht oder Gegner, der dem Publikum vorgestellt wird. Im nächsten Schritt wird dann ein Held eingeführt, auf dessen Seite sich das Publikum stellen kann und gemeinsam gegen das Böse ankämpft.

Zum besseren Verständnis.

Das Böse muss nicht unbedingt personalisiert sein. Es kann auch ein Problem sein, das mit Hilfe eines „Helden“ gelöst wird. „Als Jobs im Januar 2007 das iPhone vorstellte, konzentrierte sich seine Präsentation auf die Probleme, die Mobilfunknutzer mit dem damaligen Stand der Technik hatten. Das iPhone, so sagte er, werde diese Probleme lösen.“ – Carmine Gallo.

Regel 10. Genieße deine Präsentation

Stell dir mal vor, du gehst auf die Bühne. Die ganze Aufmerksamkeit ist auf dich gerichtet. Du bist verantwortlich für diesen Abend, alle hören nur auf dich. Es ist faszinierend. Die Hauptsache ist, nicht verloren zu gehen! Genieße diese Aufmerksamkeit. Wenn etwas schiefgeht, erzähle einen Witz, einen interessanten Fall oder ähnliches.

Guck dir eine der berühmtesten Jobs-Auftritte an. Die Rede an die Absolventen von Stanford:

Wer hat den Artikel aufmerksam gelesen und bei dem Video aufgepasst?
Die „Dreierregel“ wieder. Ganz am Anfang: „Heute möchte ich euch 3 Geschichten aus meinem Leben erzählen“.

Fazit:

Berücksichtige bei der Vorbereitung deiner Präsentation diese Tipps. Ihre Verwendung wird dazu beitragen, deine Vorträge unvergesslich zu machen.

Jobs liebte es zu übertreiben, aber das hat niemanden gestört, sondern im Gegenteil dazu beigetragen, die Präsentationen beeindruckend zu machen.

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